Januar 2019

FB2-Kolloquium am 30.01.2019 um 15:45 Uhr in WH C 163

Prof. Dr.-Ing. habil. Anja Drews

  • Ein Baustein auf dem Weg zur Umstellung der Rohstoffbasis:
    Membranfiltration von Pickering Emulsionen für die kontinuierliche Mehrphasenkatalyse
  • Die Umstellung der chemischen Industrie von fossilen auf nachwachsende Rohstoffe (Grüne Chemie) erfordert aufgrund der schlechten Wasserlöslichkeit typischer pflanzlicher Öle die Neuentwicklung vieler katalysierter Veredlungsschritte. Diese wird aufgrund der guten Wasserlöslichkeit konventioneller Rohstoffe bislang in wässrigen Lösungen durchgeführt. Um die hierfür optimierten wasserlöslichen Katalysatoren weiterhin einsetzen zu können, müssen nun zweiphasige Systeme verwendet werden. Für einen hohen Reaktionsumsatz ist die intensive Vermischung der beiden nicht mischbaren flüssigen Phasen bei gleichzeitig guter Abtrennbarkeit des Katalysators nach erfolgter Reaktion erforderlich. Wasser-in-Öl Pickering Emulsionen (PE) werden seit 2011 als ein solches zweiphasiges Reaktionssystem in der Literatur beschrieben. Der Katalysator ist hier in den Wassertropfen gelöst, während Substrate und Produkte in der Ölphase vorliegen. Verschiedenste Reaktionen konnten bereits erfolgreich in PE durchgeführt werden, womit sie die Erschließung neuer Substrat- und Produktklassen, z.B. auch vieler komplexer pharmakologisch wirksamer Moleküle, ermöglichen. Die kontinuierliche Trennung der katalysatorhaltigen Tropfen von der produkthaltigen Ölphase nach erfolgter Reaktion erwies sich jedoch noch im Jahr 2015 als ungelöste Herausforderung. Die Machbarkeit der Trennung beider Phasen mittels Membranfiltration konnte 2016 an der HTW erstmals belegt werden und stellt die bislang vielversprechendste Alternative für eine kontinuierliche Prozessführung dar. Wir führen nun Untersuchungen der Abhängigkeit der erzielbaren Permeatflüsse von typischen Betriebsbedingungen wie Druck und Temperatur durch, die für eine verlässliche Anlagendimensionierung unabdingbar sind, und analysieren die Interaktionen von Tropfen, Nanopartikeln und Membran.

Prof. Dr.-Ing. Kirsten Pieplow

  • "Spur der Steine"
  • Natursteinpflasterstraßen gehören in vielen Städten und Gemeinden Brandenburgs noch zum Ortsbild und stellen einen wichtigen Bestandteil der historischen Baukultur dar. Sie prägen wesentlich den Charakter der Orte bzw. der ganzen Region und müssen dennoch um ihren Fortbestand bangen. Natursteinpflasterstraßen haben nur eine Chance, wenn ihr tatsächlicher Wert – lebenszyklusorientiert und soziokulturell betrachtet - erkannt wird. Sie stellen nachhaltige Wege in die Zukunft dar, die zum Teil auch über digitale Brücken führen können.

Prof. Dr.-Ing. Nils Siebel

  • Cybersicherheit in der Gebäudeautomation
  • Heutzutage sind viele Komponenten der Gebäudeautomation an das Internet angebunden, beispielsweise, um Fernwartung und Datenaustausch zu ermöglichen. Häufig wird dabei jedoch die Sicherheit vor Hackerangriffen außer Acht gelassen. In diesem Vortrag werden technische Hintergründe gegeben und Tipps zur Absicherung von dieser Systeme genannt.
  • Professorenstammtisch am 30.01.19 ab 18:00 Uhr im Sonnendeck,  Edisonstraße 63, 12459 Berlin-Oberschöneweide